Ich fotografiere nicht, weil ich auf der Suche nach dem perfekten Bild bin. Ich fotografiere, weil mir manchmal ein Moment begegnet, den ich festhalten möchte.
Mein Name ist Ronald Schwab und meine Begeisterung für die Fotografie begleitet mich bereits seit rund 30 Jahren – wenn auch mit längeren Pausen dazwischen.
Heute bin ich viel in der Natur unterwegs, beim Wandern oder Mountainbiken. Ich gehe dabei nie bewusst mit dem Gedanken los, fotografieren zu wollen. Vielmehr passiert es einfach. Ein besonderes Licht, eine Landschaft, ein Detail am Wegesrand oder eine Szene in einer Stadt zieht meine Aufmerksamkeit auf sich – und plötzlich ist da dieser Moment, bei dem ich zur Kamera greife.
Am liebsten fotografiere ich mit meiner Fujifilm X100VI. Ich mag ihre Filmsimulationen und die Möglichkeit, Bildern einen Look zu geben, der weniger digital wirkt. Aber eigentlich ist mir die Kamera gar nicht so wichtig. Wenn die X100VI gerade nicht dabei ist und sich ein besonderer Moment ergibt, fotografiere ich genauso mit meinem iPhone. Denn am Ende zählt für mich das Bild – nicht das Werkzeug, mit dem es entstanden ist.
Dabei suche ich nicht nach Perfektion. Ein Foto darf für mich Ecken und Kanten haben, helle Lichter und dunkle Schatten, besondere Farben oder kleine Unvollkommenheiten. Es muss Charakter haben. Es soll eine Stimmung transportieren und mich auch später noch an den Moment erinnern.
Ein wichtiger Teil meiner Fotografie entsteht deshalb auch nach dem Auslösen. Es gehört für mich einfach dazu, meine Bilder in Adobe Lightroom zu bearbeiten und dabei ihren eigenen Charakter herauszuarbeiten.
Vielleicht ist das auch der Grund, warum mich Fotografie mehr fasziniert als Video. Ein Foto hält für mich einen ganz bestimmten Augenblick fest. Einen kurzen Moment, der sonst einfach weiterziehen würde.